Nichts ist mehr, wie es einmal war…
die Gesellschaft ist im Umbruch, Terror droht von allen Seiten.
Ausgrenzung ist an der Tagesordnung. Man steht am Abgrund, befindet sich im Ausnahmezustand.
Die Elite zieht sich in die Unterwelt zurück – der Zuschauer ist mittendrin, ein- und ausgegrenzt.
In Me-DE(A)-Fusion wird untersucht was mit dem Individuum passiert, wenn sich eine Gesellschaft bedroht fühlt.
Medea, nicht anwesend, nicht greifbar, ebenso fremd wie ausgegrenzt, macht Angst und wird so zur Ursache und Wirkung der Handlungen der anwesenden Protagonisten. Den Schluss der Reise durch unterirdische Welten, Räumlichkeiten, Ereignisse und Anschauungen bildet eine Talkshow aus erlesenen Gästen…
König Kreon, Herr Jason von Jolkos, Prinzessin Glauke, Herr Minister Dr. Hofmeister und die Amme Gora verhandeln am Ende live über das Schicksal der Medea.
Medea — die hohe Priesterin — die Fremde — die Ausgegrenzte — die Bestie —
hat sie aus Rache an ihrem Mann,
Jason, ihre beiden Kinder umgebracht?!
Ist sie eine Mörderin?
Wer verübte das Attentat auf das Königshaus?
Kann es Gründe geben, die diese Wahnsinnstat erklären?
Welchen Sitten und Gepflogenheiten geht sie nach?
Sind diese kontrovers unserer Kultur, gar Sitten widrig?
Ist sie eine Bedrohung unserer Kultur — unserer Gesellschaft?
Wer ist Opfer?
Wer ist Täter?
Wer ist schuldig?